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Das Ermittlungsverfahren

Das Ermittlungsverfahren beginnt meist mit einer Anzeige.

Meist beginnt das Ermittlungsverfahren mit einer Anzeige, manchmal aber auch, weil die Polizei dich erwischt hat. Wenn Minderjährige angezeigt werden, dann soll die Polizei die Erziehungsberechtigten, d. h. normalerweise die Eltern, über die Anzeige informieren. Um zu ermitteln, was geschehen ist, wird die Polizei, dich vernehmen wollen. Wenn du verdächtigt wirst, bist du nicht verpflichtet, auszusagen, sondern hast das Recht zu schweigen. Dieses Schweigerecht besteht nicht nur während des Ermittlungsverfahrens, sondern auch im Strafprozess. Im Strafverfahren musst du allerdings erscheinen und deine Personalien angeben, wenn du vom Gericht vorgeladen wirst.

Wenn du bei der Polizei aussagen möchtest, wird von deiner Vernehmung ein Protokoll angefertigt. Lies dir dieses Protokoll genau durch und lass es korrigieren, wenn es nicht deiner Aussage entspricht. Erst danach solltest du es unterschreiben. Zur Vernehmung kannst du übrigens eine Vertrauensperson oder einen Rechtsanwalt mitnehmen.

Ist das Ermittlungsverfahren abgeschlossen und liegen nicht genügend Beweise für eine Straftat vor, dann stellt die Staatsanwaltschaft das Ermittlungsverfahren ein. Ansonsten erhebt sie Anklage beim Strafgericht. Die Anklageschrift wird bei Minderjährigen den Erziehungsberechtigten zugestellt.

Vom Beginn des Ermittlungsverfahren bis zu einem Strafprozess können übrigens mehrere Monate vergehen.

Das ein Ermittlungsverfahren gegen dich eingeleitet wird, bedeutet übrigens nicht, dass du inhaftiert wirst. Untersuchungshaft darf zwar bei Jugendlichen auch angeordnet werden, aber nur in besonderen Fällen