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Die Sexualstraftaten

Was sind Sexualstraftaten?
Das Strafrecht unterscheidet zwischen Opfern und Tätern. Auch wenn im Gesetz und auch hier aus Lesbarkeitsgründen oftmals von „dem Täter“ die Rede ist, gibt es natürlich sowohl weibliche als auch männliche Täter, ebenso wie es weibliche und männliche Opfer von Sexualstraftaten gibt.

Eine Sexualstraftat, die du anzeigen kannst, ist nicht nur die Vergewaltigung. Grundsätzlich sind alle Handlungen bei Strafe verboten, die dein Recht auf sexuelle Selbstbestimmung verletzen. Es kann also z.B. auch strafbar sein, wenn dir jemand gegen deinen Willen an den Po, die Brust oder in den Schritt fast, sich vor dir befriedigt oder dich zwingt, sexuelle Handlungen vorzunehmen. Auch der Exhibitionismus ist strafbar.

Es können sich übrigens grundsätzlich auch diejenigen strafbar, die dem Täter bei seiner Straftat helfen, indem sie z.B. Schmiere stehen. Auch jemand, der nicht einschreitet und dir nicht hilft, wenn ein anderer dein Recht auf sexuelle Selbstbestimmung verletzt, kann sich strafbar machen. Du kannst diese Personen also auch anzeigen.

Kommt es im Strafverfahren zu einer Verurteilung des Täters, heißt das nicht immer, dass er ins Gefängnis muss. Bei vielen Sexualstraftaten kann der Richter entscheiden, ob er eine Geld- oder eine Freiheits-, d. h. Gefängnisstrafe verhängt. Auch wenn der Richter sich für eine Freiheitsstrafe entscheidet, kann er diese zur Bewährung aussetzen.

Manchmal aber kommt es nach einer Anzeige auch nicht zu einem Strafverfahren, weil die Beweise nicht für eine Anklage ausreichen, oder das Strafverfahren endet mit einem Freispruch für den Täter. Beides bedeutet aber nicht, dass dir nicht geglaubt wird, sondern heißt nur, dass aus Mangel an Beweisen von Gesetzes wegen die Staatsanwaltschaft keine Anklage erheben durfte oder der Richter freisprechen musste.